Monatsübung: Menschenrettung am Gelände der Kläranlage

Am 17. April fand die Aprimonatsübung der Freiwillige Feuerwehr Kobenz in der Kläranlage des Abfallwirtschaftsverbandes statt. Da sich diese weitläufige und technisch anspruchsvolle Anlage im Löschgebiet der Feuerwehr Kobenz befindet, sind regelmäßige Übungen und Begehungen besonders wichtig, um die Einsatzkräfte mit den örtlichen Gegebenheiten sowie potenziellen Gefahren vertraut zu machen.

 

 

Die beiden Übungsbeauftragten OBM Thomas Gangl und Stefan Holzegger stellten ein herausforderndes Szenario nach: In einem der zahlreichen tiefen Versorgungs- und Wartungsschächte wurde ein Brandereignis mit einer vermissten Person simuliert.

 

Unter schwerem Atemschutz rückten die Atemschutzgeräteträger mit einem HD-Rohr in den Schacht vor, um die Menschenrettung durchzuführen. Zeitgleich bereitete die restliche Mannschaft die notwendige Ausrüstung für die Rettung vor. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Aufbau eines Dreibeins zur sicheren Rettung aus der Tiefe sowie dem Einsatz eines Druckbelüfters für die taktische Ventilation.

 

Nach kurzer Zeit konnte die vermisste Person im Schacht lokalisiert und zum Einstieg gebracht werden. Mithilfe des Dreibeins wurde die Person anschließend schonend ins Freie gerettet und dort von den Feuerwehrsanitätern erstversorgt. Abschließend wurde der betroffene Bereich mittels taktischer Ventilation rauchfrei gemacht.

 

Im Anschluss an die Übung erhielten die Mitglieder die Möglichkeit, die gesamte Anlage zu besichtigen und sich direkt mit dem Betreiber über besondere Gefahrenquellen und Abläufe auszutauschen. Diese praxisnahen Einblicke stellen einen wesentlichen Bestandteil der Ausbildung dar.

 

Die Übung konnte mit einem durchwegs positiven Resümee abgeschlossen werden. Bei einer gemeinsamen Jause fand schließlich eine kameradschaftliche Nachbesprechung statt, bei der die gewonnenen Erkenntnisse nochmals reflektiert wurden.